Pendelschlagwerke
Charpy, Izod und mehr

Die WPM-Pendelschlagwerke sind auf dem neuesten Stand der Technik. Ihre stabile Bauweise gewährleistet einen Prüfablauf mit sehr geringer Vibration und hoher Messgenauigkeit.

Pendelschlagwerke für Metall

Pendelschlagwerk PSd 750

Anwendung

Entsprechend den Bedingungen der DIN EN ISO 148-2 und der ASTM E23:

  • Kerbschlagbiegeversuche nach Charpy an Stahl und anderen Metallen nach ASTM E23 und DIN EN ISO 148-1
  • Instrumentierte Kerbschlagbiegeversuche nach DIN EN ISO 14556

 

 

Merkmale

  • Sichere Messergebnisse: Durch Anwendung eines verwindungssteifen C-Hammers werden durch das Zerschlagen der Probe hervorgerufene Schwingungen minimiert, wodurch das Pendel so gut wie vibrationsfrei durchschwingt.
  • Komfortable Bedienung: Mit der Option Reibkompensation kann die durch Reibung verursachte Verlustarbeit ermittelt werden. Der angezeigte Wert wird dann in Abhängigkeit vom tatsächlich zurückgelegten Schlagweg von der verbrauchten Schlagarbeit subtrahiert
  • Sicherheit: Der Pendelhammer kann bei geöffnetem Versuchsraum nicht ausgelöst werden. Nach dem Auslösen des Pendels und Öffnen der Tür wird der Pendelhammer sofort gebremst.
Dokumentation Ersatzteile Anfrage

Pendelschlagwerk PSd 450

Anwendung

Entsprechend den technischen Bedingungen der DIN EN ISO 148-2 und ASTM E23:

  • Kerbschlagbiegeversuche nach Charpy an Stahl und anderen Metallen nach ASTM E23, DIN EN ISO 148-1 und IS 1757
  • Kerbschlagbiegeversuche nach Izod nach ASTM E23, BS 131, IS 1598
  • Schlagbiegeversuche Brugger nach ZF15-53
  • Schlagzug-Prüfungen
  • Keilschlag-Prüfungen nach DIN EN ISO 11343
  • Instrumentierte Kerbschlagbiegeversuche nach DIN EN ISO 14556

Merkmale

  • Sichere Messergebnisse: Durch die Ausführung als Gussgestell werden Schwingungen schon durch das Gestell auf ein Minimum reduziert.
  • Flexibilität in Prüfanwendungen: Auf dem zentralen Widerlagerbock können austauschbare Auflager in Abhängigkeit vom Probenkörper befestigt werden.
  • Komfortable Bedienung: Der Pendelhammer kann standardmäßig sowohl durch Drücken des Startknopfes als auch durch Schließen der Tür ausgelöst werden.
  • Sicherheit: Das Pendelschlagwerk ist mit einer vollständigen Schutzeinhausung mit Schutztür nach DIN EN ISO 13849-1 ausgerüstet.
Dokumentation Ersatzteile Anfrage

Pendelschlagwerk PSd 50-M

Anwendung

Das Pendelschlagwerk PSd 50-M mit einer Leistung von 50 J findet speziell Anwendung für Kerbschlagbiegeversuche an Metallen entsprechend den Bedingungen der russischen Norm GOST R ISO 148-1 sowie unter Einsatz entsprechenden Sonderzubehörs für Bestimmung der Charpy-Schlagzähigkeit von Metallen entsprechend der GOST 10708 und der GOST 9454.

Merkmale

  • Einfach austauschbare Hammerschneiden, Auflager und Pendelhämmer (15 J, 25 J, 50 J)
  • C-förmig gestalteter Hammer
  • Fallwinkel 160° fest eingestellt
  • Auftreffgeschwindigkeit 5,5 MS
  • 4-stellige digitale Anzeige der verbrauchten Schlagarbeit
  • Messwertausgabe über Ethernet-Schnittstelle zum Anschluss von PC mit Auswertesoftware
  • Elektrische Sicherheitsauslösung des Pendels (Zweihand-Bedienung)

Gut zu wissen: Infos rund um Pendelschlagwerke

300-J-Hammer mit Hammerfinne Charpy

300-J-Hammer mit Hammerfinne Charpy

Was versteht man unter dem Charpy-Versuch?

Beim Kerbschlagbiegeversuch nach Charpy liegt die Probe gegen zwei Widerlager auf zwei Auflagern. Die Hammerschneide des Pendelhammers trifft mittig auf die der Kerbe gegenüberliegende Seite der Probe und zerschlägt diese. Dabei wird die verbrauchte Schlagarbeit digital gemessen und angezeigt. Dividiert man diese durch den ursprünglichen Querschnitt der Probe, so erhält man die Kerbschlagzähigkeit.

instrumentierte Izod-Hammerfinne

instrumentierte Izod-Hammerfinne

Was versteht man unter dem Izod-Versuch?

Der Schlagbiegeversuch nach Izod besteht darin, dass eine senkrecht eingespannte gekerbte Probe mit einem Schlag gegen die gekerbte Probe oder auch deren gegenüberliegende Seite zerbrochen wird, wobei der Kerbgrund in der gleichen Ebene liegt wie die obere Fläche der Einspannung. Dabei trifft die Hammerfinne in einem definierten Abstand zum Kerb auf die Probe. Aus der verbrauchten Schlagarbeit, dividiert durch den ursprünglichen Querschnitt der Probe am Kerb, erhält man die Kerbschlagzähigkeit.

Was versteht man unter dem Schlagzugversuch?

Der Schlagzugversuch ist ein Zugversuch mit hoher Deformationsgeschwindigkeit, wobei die bis zum Bruch des Probekörpers verbrauchte Arbeit sowie die bleibende Bruchdehnung ermittelt werden. Dabei ist die fest mit der Schabotte verbundene Einspanneinrichtung so ausgerichtet, dass der Pendelhammer das am Ende des waagerecht eingespannten Probekörpers befindliche Querjoch beim Durchgang durch die Nulllage mit einer Schlaggabel trifft. Die Schlagzugzähigkeit ist die vom Probekörper verbrauchte Schlagarbeit bezogen auf den kleinsten Querschnitt des Probekörpers vor dem Versuch.

Hammerfinne Brugger instrumentiert

Hammerfinne Brugger instrumentiert

Was versteht man unter dem Brugger-Versuch?

Bei dem Brugger-Versuch wird eine speziell für diesen Versuch angefertigte Probe so eingespannt, dass die Kontaktfläche der Schlagfinne unter einem Winkel von 30° auf die breite Fläche des Probenlappens trifft. Die Probe ist so einzuspannen, dass bei der Prüfung eine Linienberührung zwischen oberer Lappenkante und der Kontaktfläche der Schlagfinne stattfindet. Bei der Durchführung des Versuches darf sich der Probenschaft weder verdrehen noch sich anderweitig bewegen. Die Prüfung der Schlagbiegeprobe wird mit einer instrumentierten Schlagfinne durchgeführt.